Architekten des Westfrankenreichs | 5. Platz Deutscher Spielepreis 2019 – Anleitung, Regeln & Review

Fazit zu Architekten des Westfrankenreichs: Architekten des Westfrankenreichs ist ein schön gestaltetes Worker-Placement-Spiel, das eine angenehme Spieldauer und einen leicht verständlichen Spielmechanismus hat. Die symbolischen Erklärungen auf dem Spielplan machen einen schnellen Einstieg möglich, ohne dass während des Spielens in die Anleitung geschaut werden muss. Die Entscheidung zwischen der guten, gesetzestreuen Arbeitsweise und dem abtrünigen Weg kann über Sieg und Niederlage entscheiden und bringt Abwechslung und Spannung ins Spiel.

Spieldetails zu Architekten des Westfrankenreichs:

  • Auszeichungen: 5. Platz Deutscher Spielepreis 2019
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Spieleranzahl: 1-5 Spieler
  • Optimale Spieleranzahl: 4 Spieler
  • Spielzeit: 60-80 Minuten
  • Spielverlag: Schwerkraft Verlag
  • Spielautor: Shem Philipps, S J Macdonalds
  • Erscheinungsjahr: 2018

Darum gehts in diesem Spiel

Es herrscht buntes Treiben in der altertümlichen Stadt rund um die Kathedrale. Als Architekten der Karolingerzeit sammelt ihr Ressourcen, baut Gebäude und bildet Lehrlinge aus. Schafft ihr es, eure Arbeiter gewinnbringend einzusetzen und die Kathedrale fertig zu stellen? Bei dieser Aufgabe steht ihr immer wieder vor der Frage, ob ihr dem Pfad der Tugend folgt oder ob ihr euer Ziel auch mit verwerflichen Mitteln verfolgen wollt.

Spielregeln und Ablauf von Architekten des Westfrankenreichs:

Zu Beginn des Spiels wählt jeder Spieler einen Charakter und das dazugehörige Spieltableau, erhält 20 Arbeiter seiner Farbe, Goldmünzen und 4 Bauplankarten.

Bei jedem Spielzug platziert ihr jeweils eine Arbeiterfigur auf dem Spielplan, wodurch verschiedene Aktionen und Belohnungen ausgelöst werden.

Der Spielplan zeigt die Stadt, in der euer architektonisches Treiben stattfindet, mit ihren verschiedenen Plätzen und Örtlichkeiten. An Orten mit einem großen Kreis dürfen mehrere Arbeiter stehen, an Orten mit einem kleinen Kreis, darf immer nur ein Arbeiter stehen und an Orten mit einem abgebildeten Arbeiter-Umriss müssen eure abgelegte Figuren bis zum Spielende liegen bleiben.

Folgende Aktionen stehen euch in der Stadt und auf dem Spielplan zur Verfügung:

Tugendleiste: Zu Beginn des Spiels werden alle eure Marker auf das 7. Feld der Tugendleiste gesetzt. Durch gute Aktionen schreitet ihr im Spielverlauf weiter nach oben und durch zwielichtige Aktionen wandert ihr weiter nach unten. Wer bei 0 angekommen ist, wird zur Strafe vom Bau der Kathedrale ausgeschlossen, muss dafür allerdings keine Steuern mehr zahlen. Wer ganz oben angekommen ist darf zur Belohnung Schuldscheine zerreißen. Habt ihr die 10. Stufe erreicht, so dürft ihr den Schwarzmarkt nicht mehr betreten.

Kathedrale: Die Felder der Kathedrale sind pyramidenartig aufgebaut. Während in der untersten Reihe noch Platz für drei Arbeiter ist, bietet das oberste Feld nur noch Platz für einen Arbeiter. Ihr könnt euch am Bau der Kathedrale beteiligen, indem ihr einen bestimmten Einsatz an Ressourcen bringt.

Ressourcenfelder:

  • Wald: Hier bekommt ihr 1 Holz pro gesetztem Arbeiter
  • Steinbruch: Hier bekommt ihr 1 Stein pro gesetztem Arbeiter
  • Silberschmiede: Ihr bekommt 1 Münze + 1 Münze pro gesetztem Arbeiter
  • Bergwerk: Ihr bekommt wahlweise 1 Lehm + 1 Lehm pro gesetztem Arbeiter oder 1 Gold je 2 gesetzter Arbeiter

Königliches Lager: Hier könnt ihr eure gesammelten Ressourcen entweder in Marmor oder in Schritte auf der Tugendleiste eintauschen.

Schwarzmarkt: Auf dem Schwarzmarkt können Ressourcen, Lehrlinge oder Baupläne gekauft werden, wobei ihr allerdings Tugendpunkte verliert. Außerdem birgt der Schwarzmarkt die Gefahr, dass eure eingesetzten Arbeiter beim Zurücksetzen des Marktes ins Gefängnis kommen.

Werkstatt: In der Werkstatt könnt ihr Lehrlinge und neue Baupläne kaufen, die euch im weiteren Spiel gewisse Vorteile verschaffen, wobei abtrünige Lehrlinge euch auch Minuspunkte auf der Tugendleiste bescheren. Mit den Bauplänen könnt ihr bei Abgabe der jeweils benötigten Rohstoffe Gebäude bauen und damit Siegpunkte sammeln.

Zunfthalle: Setzt ihr einen Arbeiter in die Zunfthalle, so könnt ihr entweder ein Gebäude bauen oder an der Kathedrale arbeiten. Für jeden Schritt benötigt ihr natürlich das jeweils geforderte Material, also Ressourcen, Geld oder Baupläne.

Steueramt: Hier werden Steuerabgaben, die z.B. beim EInstellen von Lehrlingen entrichtet werden, gesammelt. Setzt ihr einen Arbeiter ins Steueramt, so dürft ihr die gesamten Steuern einsacken, verliert dafür allerdings einen Punkt auf der Tugendleiste.

Marktplatz: Auf dem Marktplatz könnt ihr eine Münze bezahlen und dafür alle Arbeiter einer Farbe von einem Ort mit einem großen Kreis gefangen nehmen. Die gefangenen Arbeiter stellt ihr zunächst auf euer Spieltableau und könnt sie in einem weiteren Spielzug ins Gefängnis bringen. Ihr könnt auch eure eigenen Arbeiter einsammeln, um sie für neue Züge einsetzen zu können.

Wachhaus: Setzt ihr euren Arbeiter ins Wachhaus, so könnt ihr entweder gefangen genommene Arbeiter im Gefängnis abliefern und dafür pro Arbeiter eine Münze erhalten oder eigene Arbeiter aus dem Gefängnis frei kaufen. Außerdem können im Wachhaus Schuldscheine ungültig gemacht werden.

Wenn alle Plätze in der Zunfthalle belegt sind, endet das Spiel und es werden die Siegpunkte vergeben. Hierbei erhaltet ihr Punkte für:

  • eure Position auf der Tugendleiste
  • eure Position in der Kathedrale
  • eure Position auf der Zunftleiste
  • errichtete Gebäude
  • Gold, Marmor und Münzen

Minuspunkte gibt es für:

  • untere Positionen auf der Tugendleiste
  • Schuldscheine
  • inhaftierte Arbeiter

Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel.

Ziel des Spiels – So gewinnt man in Architekten des Westfrankenreichs:

Ziel des Spiels ist es, seine Arbeiter geschickt einzusetzen, um Ressourcen und Geld zu sammeln und damit Gebäude zu errichten. Außerdem sollten möglichst gute Positionen auf der Tugendleiste, sowie beim Bau der Kathedrale erzielt werden.

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